Aktuelles zum Fernunterricht

Pressemitteilung vom 24.6.2020

Schulbehörde weist auf Quarantäneregelungen für die Sommerferien hin, um Schulpflichtverletzungen zum Schuljahresbeginn auszuschließen

Familien mit schulpflichtigen Schülerinnen und Schülern müssen bei der Urlaubsplanung die bestehenden Quarantäneregelungen beachten und einplanen. Aktuell sind unter anderem Schweden und die Türkei als Risikogebiete ausgewiesen. Familien, die in diese und vergleichbare Risiko-Länder reisen, müssen aufgrund der geltenden Quarantänereglungen 14 Tage vor Schulbeginn wieder in Hamburg sein, um nach der verpflichteten 14-tägigen Quarantäne den Schulbeginn nicht zu verpassen. Darüber hinaus müssen sie das für sie zuständige Gesundheitsamt informieren.

Nach den aktuellen Quarantäneregelungen für Ein- und Rückreisende aus dem Ausland müssen sich alle Personen, die „sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen vor Einreise in die Freie und Hansestadt Hamburg in einem Risikogebiet“ aufgehalten haben, nach ihrer Rückkehr in eine 14-tägige Quarantäne begeben und das für sie zuständige Gesundheitsamt informieren (§ 57 Hamburgischen SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung). Kinder und Jugendliche, die zusammen mit ihren Familien aus einem Risikogebiet wie der Türkei der Schweden nach Hamburg zurückkehren, dürfen also in den ersten 14 Tagen nach ihrer Rückkehr die Schule nicht betreten. Die bloße Durchreise durch ein Risikogebiet stellt allerdings keinen Aufenthalt dar. Die Quarantäneregelungen gelten aber auch für Kurzaufenthalte in Risikogebieten. Spätestens bei ihrer Rückkehr sollten sich die Betroffenen beispielsweise auf den Flughäfen oder auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts darüber informieren, ob sie aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind und wie sie sich in Hamburg verhalten müssen.

Risikogebiet ist ein Staat oder eine Region außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, für welche zum Zeitpunkt der Ein- oder Rückreise in die Bundesrepublik Deutschland ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht (§ 57 Abs. 4 S. 1 der Verordnung). Maßgeblich ist, ob zum Zeitpunkt der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland oder in die Freie und Hansestadt Hamburg eine Veröffentlichung des Robert-Koch-Instituts (RKI) nach § 57 Abs. 4 der Verordnung vorliegt, die ein Gebiet als Risikogebiet ausweist, in welchem sich jemand zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der letzten 14 Tage vor Einreise aufgehalten hat (www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Quarantaene_Einreisen_Deutschland.html). Die Ausweisung von Risikogebieten wird anhand von epidemiologischen Lagen regelmäßig aktualisiert.

Weitere Informationen zum Verhalten vor, während und nach Reisen ins Ausland finden auch auf den Seiten des Senats. Die Senatspressestelle hat dort unter www.hamburg.de/faq-reisen Fragen und Antworten speziell zum Thema Reisen zusammengestellt. Viele Informationen stehen für Eltern auch in mehreren Sprachen unter www.hamburg.de/coronavirus/international zur Verfügung.

Hamburger Abendblatt vom 23.6.2020

Hamburgs Schulen sollen im August zum Regelbetrieb zurückkehren

Nach den Sommerferien sollen Hamburgs allgemeinbildende Schulen wieder zum Regelbetrieb zurückkehren – mit allen Klassen und in allen Fächern. Das hat Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Dienstagabend im Schulausschuss der Bürgerschaft angekündigt.​ Dazu soll die derzeit noch geltende Abstandsregel von 1,50 Meter für Grundschulen, Stadtteilschulen, Gymnasien und Sonderschulen aufgehoben werden. Nur so sei es möglich, anstelle eines Unterrichts in kleineren Gruppen wie zuletzt ab dem 6. August wieder einen normalen Unterricht wie vor der Corona-Krise anzubieten, sagte Rabe. „Wir möchten, dass der Stundenplan vollumfänglich gewährleistet ist.“

Mit dieser Absicht stütze sich die Schulbehörde auf Vereinbarungen der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten sowie auf einen Beschluss der Kultusminister, sagte Rabe.

Für den Fall, dass es in Hamburg wieder erheblich mehr Corona-Infektionen gäbe, sollen sich die allgemeinbildenden Schulen auf zwei Alternativszenarien vorbereiten: Nicht auszuschließen sei, dass an einigen Hamburger Schulen auch nach den Sommerferien weiterhin die Abstandsregel gelten müsse, was den Präsenzunterricht einschränken würde, und dass an einigen Schulen womöglich zeitweise gar keine Präsenzlehre stattfinden könne, sagte Rabe.

Zwischen diesen Varianten sollen die Schulen aber möglichst „zügig wechseln“ können, erklärte der Schulsenator.​ Der Regelbetrieb soll flankiert werden durch bestimmte Hygieneregeln, die etwa für den Sportunterricht gelten sollen und zurzeit von der Schulbehörde erarbeitet werden. Es sei zwar wichtig, Ausnahmeregeln zu gewährleisten, sagte Rabe. Er sei aber angesichts der niedrigen Infektionszahlen in Hamburg zuversichtlich, dass die Ausnahmen nach den Schulferien nicht nötig sein werden.


Schüler sollen wieder normal lernen… aber nur, wenn es nach den Ferien nicht viele neue Corona-Fälle in Hamburg gibt. Behörde zahlt Test für alle Lehrer.

Marc Hasse

Hamburg  Während das aktuelle Schuljahr zu Ende geht und viele Hamburger Kinder und Jugendliche ihre Zeugnisse abholen, zeichnet sich ab, wie es mit dem Unterricht nach den Sommerferien weitergehen könnte: weitestgehend „normal“ – bestenfalls. Wie Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Dienstagabend ankündigte, sollen die allgemeinbildenden Schulen der Hansestadt am 6. August zum Regelbetrieb zurückkehren, mit allen Klassen und in allen Fächern. Dazu soll die Abstandsregel von 1,50 Metern für Grundschulen, Stadtteilschulen, Gymnasien und Sonderschulen aufgehoben werden.

Nur so sei es möglich, anstelle eines Unterrichts in kleinen Gruppen wie zuletzt künftig wieder einen Unterricht mit gewöhnlicher Sitzordnung wie vor der Corona-Krise anzubieten, sagte Rabe. „Wir möchten, dass der Stundenplan vollumfänglich gewährleistet ist.“ Die Schulbehörde stütze sich mit ihrer Absicht auf Vereinbarungen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten und auf Beschlüsse der Kultusminister, sagte Rabe.

Für den Fall, dass es nach den Sommerferien in Hamburg wieder erheblich mehr Corona-Fälle gibt, sollen die allgemeinbildenden Schulen zwei alternative Szenarien „mitplanen“, wie der Schulsenator erklärte. Nicht auszuschließen sei, dass an einigen Schulen weiterhin die Abstandsregel gelten müsse, was den Präsenzunterricht einschränken würde, und dass an einigen Schulen zeitweise gar kein Präsenzunterricht stattfinden könne. Zwischen diesen Varianten sollen Schulen „zügig wechseln“ können, sagte Rabe. Angesichts der zurzeit niedrigen Infektionszahlen sei er jedoch zuversichtlich, dass diese Ausnahmeregeln nach den Sommerferien nicht zur Anwendung kommen müssen.

Den Regelbetrieb flankieren sollen Auflagen insbesondere für die Fächer Sport und für Musik, etwa wegen Gesangsübungen. „Hierfür erarbeiten wir zurzeit besondere Regelungen“, sagte Rabe, der dazu keine genaueren Angaben machte.

Sollten Corona-Infektionen bei Schülern nachgewiesen werden, reiche es womöglich, dass sich nur die betroffenen Schüler in Quarantäne begeben müssten. Nicht auszuschließen sei allerdings, dass im Extremfall eine ganze Schule zeitweise geschlossen werden müsse, sagte Rabe.

Apropos Quarantäne: Kehren Schüler oder Lehrer aus Ländern zurück, die zum Zeitpunkt der Rückreise vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiete eingestuft werden (derzeit gilt das etwa für Schweden und die Türkei), dürfen betroffene Schüler und Lehrer zwei Wochen nach ihrer Rückkehr keine Schule betreten, wie Rabe auf Nachfrage von Abgeordneten im Ausschuss erklärte.

Die Schulbehörde will künftig Corona-Tests für Lehrer auch dann bezahlen, wenn Lehrer keine typischen Symptome wie trockenen Husten und Halskratzen haben, aber einen Corona-Test wünschen, sagte Rabe. Eine Arbeitsgruppe sei dabei, das zu klären.

Für die Berufsschulen sei noch unklar, wie es nach den Sommerferien weitergehe, sagte der Schulsenator. Wegen des Neubauprogramms für Berufsschulen gebe es inzwischen allerdings „sehr großzügige Raumangebote“. Deshalb werde es wohl selbst unter Einhaltung der Abstandsregeln möglich sein, einen umfangreichen Präsenzunterricht an Berufsschulen anzubieten.

In etlichen Fragen insbesondere von Abgeordneten aus der Opposition ging es um die Qualität des internetbasierten Fernunterrichts, der zuletzt den Unterrichtsalltag vieler Tausend Schüler in Hamburg bestimmt hatte und der womöglich auch weiterhin angeboten werden muss. „Man muss den Fernunterricht dringend verbessern. Der Handlungsbedarf ist groß“, sagte Rabe. Große Fortschritte könne es aber nicht innerhalb weniger Wochen geben. „Hier gibt es so viele Stellschrauben – das braucht länger, viel länger.“

Um das Lernmanagementsystem Moodle, das etwa gemeinsames Arbeiten an Texten und Videokonferenzen ermöglicht, stadtweit an Schulen zum Laufen zu bringen, gebe es mehrere Maßnahmen. So seien zuletzt etwa ausgewählte Lehrer fortgebildet worden, damit sie ihren Kollegen den Umgang mit der Onlineplattform erklären könnten.

Die Schulbehörde habe vor Kurzem rund 35.000 mobile Endgeräte bestellt. Die Lieferung zum Beginn des kommenden Schuljahres sei gesichert. So könne das Ziel erreicht werden, zunächst im Schnitt ein Gerät für vier Grundschüler und ein Gerät für fünf Schüler an weiterführenden Schulen anzubieten.

Damit Schüler Lernrückstände aufholen können, sollen die Schulen verschiedene Förderangebote machen, etwa die sogenannten Lernferien. Wie viele Eltern ihre Kinder dafür angemeldet haben, lasse sich noch nicht beziffern, sagte eine Mitarbeiterin der Schulbehörde.

Pressemitteilung vom 22.6.2020

Online-Umfrage: Fernunterricht ist „anstrengend“

Schüler bewerten jetzige Schulsituation positiver als Erwachsene – Eltern von Grundschülern am stärksten belastet

Um zu erfahren, wie Hamburgs Pädagoginnen und Pädagogen, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler die derzeitige Schulsituation bewerten, hat die Schulbehörde vor drei Wochen eine Online-Befragung gestartet. An der Online-Befragung, die vom Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ) in Zusammenarbeit mit der Hamburger Elternkammer entwickelt wurde, haben sich innerhalb von acht Tagen insgesamt 20.423 der rund 650.000 Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie Pädagogen beteiligt, darunter 13.886 Eltern, 3.201 Pädagogen sowie 3.336 Schüler ab 14 Jahren. Die Befragung zeigt: Alle Gruppen empfinden die Zeit von den Märzferien bis heute überwiegend als „anstrengend“. Kinder und Jugendliche bewerten die Situation allerdings etwas positiver, umgekehrt fühlen sich Eltern von Grundschülern und Lehrkräfte am stärksten belastet. Insgesamt geben die Schülerinnen und Schüler dem derzeitigen Unterrichtsangebot die Schulnote 3,3, die Pädagoginnen und Pädagogen bewerten es mit 3,6 und die Eltern mit Note 3,9. 

Bildungssenator Ties Rabe: „Wie zu erwarten, ist die Zufriedenheit der Eltern mit dem Fernunterricht nach so langer Zeit zurückgegangen. Das zeigt, dass der Anfangselan der Eltern mit der Zeit deutlich nachgelassen hat. Trotzdem schätzen die Beteiligten die Digitalisierung insgesamt positiv ein. Rund 95 Prozent der Schülerinnen und Schüler über 14 Jahre geben an, ein Smartphone zu besitzen und haben Lust, Smartphone, Laptops und Tablets zum Lernen zu nutzen. Wie zu erwarten bewerten gerade Eltern von jüngeren Kindern die Möglichkeiten des Fernunterrichts besonders skeptisch, während umgekehrt ältere Schülerinnen und Schüler an den Gymnasien den Fernunterricht positiver bewerten. Von allen Gruppen wünschen sich die Lehrkräfte am stärksten den Präsenzunterricht zurück, die Schülerinnen und Schüler sind hier etwas zurückhaltender. Dennoch bin ich zusammen mit der großen Mehrheit aller Gruppen froh, dass die Schule nach den Sommerferien wieder öffnet.“

Marc Keynejad, Vorsitzender der Elternkammer: „Diese zweite Umfrage hat ergeben, dass die Zufriedenheit der Eltern mit dem Fernunterricht um 30 Prozent zurückgegangen ist. Die verständliche Freude über die in Aussicht gestellte Rückkehr zum Präsenzunterricht darf jedoch nicht dazu verführen, zur Schule wie vor der Krise zurückzukehren. Vielmehr müssen Lehren aus den vergangenen 13 Wochen gezogen und in neue Unterrichtskonzepte umgewandelt werden. Die regelmäßigste Tätigkeit im Fernunterricht besteht noch immer aus der Bearbeitung von Arbeitsblättern. Nicht zuletzt, um die – durch die Fernbeschulung entstandenen – Lücken zu schließen, kommt dieser Forderung eine besondere Bedeutung zu. Kinder, die durch die Krise benachteiligt wurden müssen jetzt wieder aufgefangen werden. Zwei Wochen Ferienschule werden das alleine nicht leisten können.“

Die Fragebögen umfassten jeweils rund 30 Einzelfragen für Eltern und Kinder sowie 60 Fragen für Pädagogen. Ziel der Befragung war es, Einblick in die aktuelle Schulsituation zu ermöglichen und Wege zur Verbesserung des Fern- und Präsenzunterrichts aufzuzeigen. Gefragt wurde beispielsweise danach, wie es den Beteiligten mit dem Präsenz- und Fernunterricht geht, welche digitalen Mittel im Fernunterricht genutzt werden und welche Erfahrungen im veränderten Präsenzunterricht gemacht wurden.

Alle Akteursgruppen beschreiben die vergangenen drei Monate überwiegend als „anstrengend“. Schülerinnen und Schüler scheinen der aktuellen Situation aber auch etwas abgewinnen zu können und bewerten diese entsprechend positiver als die Erwachsenen. Insbesondere die Schüler an Gymnasien geben an, dass sie sich freuen, gerade dann lernen zu können, wann sie es möchten. Diese Wahrnehmung teilen auch die Eltern von Gymnasiasten. Gleichwohl freuen sich nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrkräfte, darüber, dass die Schule wieder offen ist.

An der rund einwöchigen Befragung haben insgesamt 20.423 Personen teilgenommen. Darunter 13.886 Eltern, 3.201 Pädagoginnen und Pädagogen sowie 3.336 Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren. Bei den Eltern beteiligten sich überproportional viele Eltern von Grundschülern, bei den Kindern und Jugendlichen sind insbesondere Schülerinnen und Schüler von Gymnasien vertreten.

Den Lernfortschritt im Fernunterricht beurteilen die Pädagoginnen und Pädagoginnen überwiegend ähnlich zum Präsenzunterricht. Jedoch sorgen sich insbesondere die Pädagoginnen und Pädagogen an Stadtteilschulen um den Lernfortschritt ihrer Schülerinnen und Schüler. Insgesamt gibt über die Hälfte der Pädagoginnen und Pädagogen über alle Schulformen hinweg an, sich um den Lernfortschritt ihrer Schülerinnen und Schüler Sorgen zu machen, den sie als abhängig vom elterlichen Engagement wahrnehmen. Unter den befragten Eltern besteht tendenziell dieselbe Sorge.

Eltern von Grundschulkindern fühlen sich am stärksten belastet. Mit zwei Dritteln geben am häufigsten Eltern und Erziehungsberechtigte von Kindern in der Grundschule an, dass sie die derzeitige Situation als belastend empfinden. Sie geben besonders häufig an, dass sie ihr Kind mehr als normalerweise unterstützen müssten und es aufgrund der Fernbeschulung vermehrt zu Konflikten zwischen ihnen und ihrem Kind komme. Tendenziell besser bewerten die Eltern von Schülerinnen und Schülern an weiterführenden Schulen, insbesondere an Gymnasien die Situation im Fernunterricht.

Die technischen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Fernunterricht sind nach Auskunft der Beteiligten überwiegend gegeben. Nach Einschätzungen der Pädagoginnen und Pädagogen haben im Mittel nur vier Prozent ihrer Schülerinnen und Schüler keinen Internetzugang. Im Vergleich geben die Pädagoginnen und Pädagogen von Stadtteilschulen am häufigsten an, dass die Schülerinnen und Schüler nicht die technischen Voraussetzungen haben, um regelmäßig am digital unterstützten Fernunterricht teilzunehmen.

Die Pädagoginnen und Pädagogen thematisieren in offenen Antwortfeldern über alle Schulformen hinweg das Bedürfnis nach verbesserter Hard- und Softwareausstattung für ihre Schülerinnen und Schüler – und für sich selbst. Fast alle der befragten Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren besitzen mindestens ein eigenes Smartphone, sodass zumindest die Kommunikation im Fernunterricht sichergestellt ist. Ihr Smartphone nutzen die Schülerinnen und Schüler auch zum Austausch mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern. Die Pädagoginnen und Pädagogen wünschen sich zur Erleichterung der Kommunikation innerhalb des Kollegiums vor allem ein digitales Lernmanagementsystem.

Unklarheiten bestehen nach Angabe der Schülerinnen und Schüler sowie der Pädagoginnen und Pädagogen insbesondere hinsichtlich der Bewertung von Lernleistungen im Fernunterricht. Diesbezüglich berichten auch die Pädagogen von Unsicherheiten und wünschen sich eine entsprechende Handreichung. Erstaunlich sind die unterschiedlichen Einschätzungen der verschiedenen Gruppen zu denselben Fragestellungen. 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler geben an, nicht zu wissen, wie ihre Lehrerinnen und Lehrer sie beurteilen, obwohl die Lehrkräfte ihrerseits zurückmelden, darüber mit ihren Schülerinnen und Schülern regelmäßig zu sprechen. Die Einschätzung von Lehrkräften und Schülern bezüglich der Regelmäßigkeit der Leistungsrückmeldung divergieren stark. Knapp die Hälfte der Schüler geben an, kein regelmäßiges Feedback zu bekommen, jedoch geben knapp 80 Prozent der Pädagogen an, dies zu tun.

Dennoch berichten die Pädagoginnen und Pädagogen ebenso, dass sie auch im Fernunterricht Maßnahmen zur individuellen Förderung durchführen. Eltern sind jedoch mehrheitlich der Überzeugung, dass ihre Kinder nicht entsprechend Ihre individuellen Stärken und Schwächen gefördert werden. Zudem werden Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf – laut Einschätzung der Eltern – in der aktuellen Situation schlechter als vor den Märzferien unterstützt.

Alles in allem deutet die Online-Befragung von Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Schülerinnen und Schülern darauf hin, dass die aktuelle Situation als belastend empfunden wird. Deutlich wird, dass die Schülerinnen und Schüler in hohem Maße affin für Digitales sind. Die Lehrkräfte äußern den Wunsch nach einer noch besseren digitalen Ausstattung. Wird diese grundsätzliche Offenheit für digitales Lernen genutzt, könnte in der Folge auch ein Beitrag zur Entlastung der Familien geleistet werden. Diese Entlastung dient nicht nur den Eltern, sondern kommt letztlich auch den Schülerinnen und Schülern zugute, um deren Wohlergehen sich die Pädagoginnen und Pädagogen sorgen.

Vollständiger Bericht: https://www.hamburg.de/bsb/ifbq/bliz

Zeugnissorgen? ReBBZ anrufen!

Es ist wieder soweit: Am 23. Juni 2020 erhalten rund 240.000 Schülerinnen und Schüler in Hamburg ihre Zeugnisse. Sie enthalten wichtige Hinweise auf die Entwicklung der schulischen Leistungen in der Einschätzung der Lehrerin bzw. des Lehrers. Für alle Eltern, Schülerinnen und Schüler, denen das Zeugnis Probleme und Sorgen bereitet, haben die Regionalen Bildungs- und Beratungszentren (ReBBZ) der Schulbehörde einen telefonischen Zeugnisdienst eingerichtet.

Erfahrene Schulpsychologen, Sozialpädagogen und Lehrkräfte stehen mit fachkundigem Rat bereit und können helfen, Ursachen für die schulischen Schwierigkeiten zu finden und Wege aus einer Krisensituation aufzeigen. Die Beratung ist vertraulich und auf Wunsch auch anonym.

Die Beraterinnen und Berater sind von

Montag, 22. Juni bis Mittwoch, 24.Juni 2020,

jeweils in der Zeit von 8.30 bis 16.00 Uhr

unter der Telefon-Nr. 040 42899 2002

erreichbar.

In den 13 Regionalen Bildungs- und Beratungszentren erhalten Schülerinnen und Schüler sowie Eltern und Lehrkräfte fachlich Beratung und Unterstützung bei schulischen Problemen.

Anlage: Alle Beratungsabteilungen der Regionalen Bildungs- und Beratungszentren (ReBBZ) im Überblick.

Zeugnistelefon

Rückfragen der Medien

Behörde für Schule und Berufsbildung

Peter Albrecht, Pressesprecher
Telefon: 040 42863 2003
E-Mail: peter.albrecht@bsb.hamburg.de

Internet: www.hamburg.de/bsb

Podcast vom Leiter des Kinderschutzbundes

Nun sind die Schulschließungen erneut bis zum 4.5. verlängert worden. Aber auch darüber hinaus wird der normale Alltag noch auf sich warten lassen und nur in kleinen Schritten wieder aufgenommen werden können. Für viele Familien heißt es also weiterhin: Durchhalten. 
Sie finden hier ein Interview, das der NDR anlässlich des Corona-Lockdowns mit Ralf Slüter, Leiter des Kinderschutzbundes in Hamburg, geführt hat. Er gibt darin lohnenswerte Tipps zum „Umgang mit Stress in häuslichen Situationen“, die angesichts der andauernden Ungewissheit in den nächsten Wochen möglicherweise aktueller denn je sind.

Podcast Ralf Slüter



Clowntown Online-Kurse

Unser Kooperationspartner Clowntown e.V. hat seine Zirkus-, Sport-, Koch- und Kunstkurse spontan wegen der Corona Krise online gestellt! Die Kinder, die sonst im Trenknerweg an den Angeboten der Zirkuspädagoginnen, Zirkuspädagogen, Kursleiterinnen und Kursleitern teilnehmen, können jetzt über die neue Internetseite des Clowntown e.V. an Online-Kursen teilnehmen. Schauen Sie doch einmal unter www.clowntown.de vorbei.